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Komossa, Die deutsche Karte

Geheimdienst. Der Generalmajor a.D. Ger-Helmut Komossa, als Jahrgang 1924 noch aktiver Wehrmachtssoldat und Bundeswehroffizier seit Anbeginn, stellt seiner Rückschau auf sein militärisches Leben ein Zitat von Thomas von Aquin voran: "Was du sagst, soll wahr sein, aber sage nicht alles, was wahr ist."

"Junge Freiheit 17. August 2007"

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Dieser Maxime bleibt der Amtschef des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) von 1977 bis 1980 natürlich auch in seiner Darstellung der geheimdienstlichen Tätigkeit treu. Pikante Details oder gar politische Enthüllungen finden sich kaum, wenn laut Untertitel "ein Amtschef des MAD berichtet". Zur Wahrung der Geheimhaltung sind sogar die Gruppenfotos der vermutlich heute längst pensionierten Abwehr-Kommandeure im Buch mit einem schwarzen Balken versehen. Dennoch reichen Komossas Einblicke oder versteckte Andeutungen, sich höchst interessante Geschnisse aus der Zeit des Ost-West-Gegensatzes zu erschließen, den der bekennende Patriot als demütigende und zu überwindende Folge des verlorenen Krieges betrachtete. Aus diesem Antrieb ist wohl auch das in Komossas Rückblick nun exklusiv präsentierte Engagement zu erklären, mit dem der junge, aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Offizier 1953 lange vor der Adenauer-Initiative zwei Jahre später im Namen einer deutsch-russischen Verstädigung erstmals nach 1945 bei der sowjetischen Führung nach Stalins Tod um Versöhnung und die Befreiung der letzten deutschen Deportierten nachsuchte.

"Junge Freiheit 17. August 2007"

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